Alle, die es eilig haben, sind heute gut damit beraten, den „Blog-to-Go“ Abschnitt zu lesen. Denn leider ist der Eintrag heute ein wenig länger ausgefallen.
Blog-to-Go-Leser starten hier:
Montag: In unserer WG wurde zu einem Meeting aufgerufen, wo wir über die Ordnung und Unordnung sowie anstehende Aufgaben wie Frühjahrsputz sprechen wollten. Ich versuchte das ganze mit ein wenig von meinem exklusiven Kräuterschnaps zu untermauern und fiel leider auf die Schnauze. Denn, trotz der allgemeinen Annahme, dass Schweden immer und überall Alkohol trinken (können), bleib meine Flasche fast unberührt. Jedoch wurde unsere kleine Sitzung auch dennoch lustig. Denn wir erfuhren mehr über die Flirterein der Jungs, wann Parties bei uns steigen und durften Zeugen der Uraufführung des Superstars Pär werden.
Dienstag: Nachdem wir fleissig an unserem Office-Raum-Gestaltungs-Projekt gearbeitet haben, hatten wir uns natürlich eine kleine Belohnung in einem Pub unserer Wahl verdient.
Mittwoch und Donnerstag: Diese Tage blieben leider ohne das Flüssignahrungsmittel Nummer eins. Denn es gab jede Menge für die Arbeit zu tun.
Freitag: Jeden 2. Freitag im Monat steht wie immer das kollektive Besäufnis auf Firmenkosten an. Aber ich kann nur sagen, dieses Mal haben wir es uns mehr als verdient, nachdem wir alle wie die blöden an der Um- und Neugestaltung unserer Meetingräume gearbeitet haben.
Anschliessend hier noch ein kleiner Filmtipp für alle mit einem guten Level Humor im Blut: Borat… Denn den gab es als kleinen gute Nacht Film in meiner WG vor dem Einschlafen.
Samstag: Da Nikki und Tanja in der Stadt waren, frühstückten wir ersteinmal ausgiebig, damit die beiden dann gestärkt ihre Sight-Seeing-Tour mit einer Schiffsrunfahrt fortsetzen konnten.
Am Abend ging es dann in den Süden von Stockholm, um die Trinkfestigkeit der eingeflogenen Berliner mit den Schweden zu testen. (Mädels: ihr braucht noch ein bisschen Training! – Also dann bis bald mal wieder!)
Sonntag: Der Tag lud einfach nur zum im Bett liegen bleiben und nichts tun ein. Denn die Sonne wollte sich partout nicht zeigen. Und das obwohl ich immer fleissig aufessen.
Aber irgendwann gegen Abend schien sie Ihre Meinung geändert zu haben und so bekam ich auch Lust noch etwas zu unternehmen und traf mich mit Flo in der Stadt, um ein wenig zu quatschen und relaxt ein wenig der raren elektronischen Musik in der Stadt zu lauschen.
… und wie immer, für alle mit Ausdauer, die vollständige Version hier:
Montag, 7. Mai 2007:
Nachdem ich hier bereits seit knapp einen Monat wohne, gab es heute ab 18.30 Uhr einen WG-Abend mit allen Mitbewohnern. Eigentlich sollte Petter lecker Essen für uns kochen, doch der einzige, der auch um 20.00 Uhr noch nicht da war, war Petter. Unsere Mägen knurten und so sind wird schnell zum Pizzameister auf der anderen Strassenseite gelaufen. Und man glaubt es kaum: Alsbald die Pizza auf dem Tisch war, trudelte auch Peter ein. Zum Glück hatte er ein schlechtes Gewissen, was ihn mir zum einen sympathisch macht und zum anderen, dass er der einzige war, der meinen leckeren Kräuterschnaps probiert, getrunken und gelobt hat.
Denn ich dachte, jetzt tue ich den armen Schweden mal was gutes und sponsor eine meiner Kräuterschnapsflaschen zu unserem Meeting und das einzigste was passierte war, dass alle dankend ablehnten.
Irgendwie verstand ich die Schweden in diesem Moment nicht mehr. Da schlagen die einfach meinen Schnaps aus, wo der doch hier erstens nicht zu bekommen ist, eine Spezialität aus meinen Heimatland und dann hier auch noch unbezahlbar wäre. Ich dachte doch wirklich, dass Schweden jeden Anlass ausnutzen würden, etwas mehr Prozente in sich hineinzuschütten. Denn wenn man sie mal fragt, dann heisst es immer: „man, das Bier hier ist ja nichts, das ist viel zu lasch…“.
Nachdem ich mich dann damit abgefunden hatte, dass ich heute wohl keine besoffenen Schweden mehr in meiner WG haben werde, gaben wir uns den zweitwichtigsten Dingen des Abends hin. Die Jungs erzählten von Ihren Internet-Dates und Frauengeschichten. Welche Eroberungen sie so alles gemacht haben und das Pär nun endlich nicht mehr jeden Tag eine oder mehrere neue Flamme(n) mit nach Hause bringt, sondern es anscheinend bei beiden dieses Mal gefunkt hätte. So müssen wir uns jetzt nicht mehr die unendlich vielen Namen der Angebeteten merken.
Ausserdem gab es auch noch eine Premiere. Denn wir waren die ersten, die die neuen Songs unseres angehenden WG-Superstars hören durften. Auch wenn ich den Namen nicht mehr weiss, so weiss ich doch, dass sie schon in Berlin im Magnet-Club gespielt haben und hier am 1. Juni irgendwo hier spielen werden.
Dieser Tag scheint vielversprechend zu werden, denn unser zukünftige Arzt, verkündete, dass seine abgeschlossenen Examen ein gegebener Anlass seien, um gebührend zu feiern und hat deshalb unsere WG zur Party-Zone erklärt. Wer sich also an diesem Tag in Stockholm einfindet, der kann nicht nur dem Konzert lauschen, sondern auch noch vorbeikommen und ein wenig mit uns zusammen feiern.
Dienstag, 8. Mai 2007:
eBay hat zu einem Gestaltungswettbewerb für unsere Konferenzräume aufgerufen. Und da wir diese Aufgabe natürlich bitterernst nehmen, haben wir uns natürlich nach der Arbeit daran gemacht und ein wenig für die Dekoration unseres Raumes gesorgt und ein nettes Bild gemalt.
Nachdem das nun fertig war, musste das natürlich auch entsprechend begossen werden. Und so zogen Sara, Cassandra und ich in einen Pub, wo gerade eine Fussballübertragung lief und der Männeranteil erheblich war. Aber wir brauchten so einige Bier, um uns diese auch einigermassen schön zu trinken, denn es war nicht wirklich was brauchbares dabei.
Mittwoch, 9. Mai 2007 und Donnerstag, 10. Mai 2007:
Um es kurz zu machen. Die nächsten beiden Tage mußte ich mal ohne das Feierabendbesäufnis auskommen, denn es gab eine Menge Zahlen zu analysieren und so opferte ich meine Abende vor dem Rechner in unserer WG, aber mit einem fantastischen Blick auf den Sonnenuntergang (der mich dafür wiederum entschädigte).
Freitag, 11. Mai 2007:
Die Entausscheidungen unseres Raumgestaltungswettbewerbes standen an und so endete der Arbeitstag heute bereits um 12.00 Uhr. Wir kamen alle gut voran und waren am Ende sehr erstaunt, dass die Räume, trotz fehlender Professionalität, alle ziemlich gut aussahen.
Die Zeit zwischen dem Jury-Rungang und der Gewinner-Kürung (da unser Raum leider nur der heimliche Gewinner war, weil wir zwar die Besten waren, aber die Jury aus Überzeugung nicht bestochen haben, bleibt der Gewinner ungenannt) nutzen natürlich alle wieder, um sich ihr Bier reinzuziehen. Jetzt war ich auch wieder beruhigt. Denn anscheinend gab es hier bei Tradera noch richtige Schweden, die die Traditionen und Vorurteile aufrecht erhalten und es ausnutzen, dass eBay das Bier sponsorte, um sich so schnell wir möglich die Rübe vollzuhauen.
Es war ein sehr lustiger Abend, denn es gab Techno und Dance Musik aus den 90-igern sowie eine Einladung zu einer griechischen Hochzeit nach Korfu. Denn eine meiner Kolleginnen, wird am 16. Juni einen Griechen heiraten und hatte großkotzig getönt, dass sie eine menge schwedischer Single-Mädels zur Hochzeit mitbringen wird. Und da ich als Schwedin durchgehe, musste sie zuschlagen. Denn noch hatte sie keine Single Schwedinnen vor Ort.
Nachdem ich um 23.30 Uhr endlich zu Hause ankam, überredeten mich die WG-Jungs noch zu einer Movie-Night. Und so kam es, dass wir uns alle zusammen Borat anschauten. Wer ihn gesehen hat, dem muss ich dazu nicht viel sagen… (und ich kann immer noch nicht glauben, dass einige Szenen Realität sein sollen), alle anderen, die einen guten Sinn für Humor haben, sollten ihn sich bei Gelegenheit unbedingt mal anschauen.
Samstag, 12. Mai 2007:
Nikki is in the town!
Und so hatten wir uns bei mir in der WG zum Brunch verabredet und während wir so erzählten, merkten kaum wie schnell die Zeit verging. Denn die beiden (Nikki und Tanja) waren um 14 Uhr noch mit einem Kumpel zu einer kleinen Schiffsfahrt verabredet und so mussten sie sich ein wenig spurten.
Am Abend trafen wir uns dann wieder und ich nutzte die Gelegenheit mal wieder eine neue Wohnung kennenzulernen
als ich die beiden aus Ihrer Gastwohnung (die ungenutzt ist) abholte und wir zusammen zu einer Party fuhren. Die Party sollte zwar bereits um 19 Uhr anfangen, aber als wir um 20 Uhr dort waren, waren wir doch tatsächlich die ersten. Also suchten wir uns schon mal die besten Plätze aus und probierten die Caipi’s schon mal auf Herz und Nieren. Denn man konnte den Gästen ja nicht irgendein Gesöff anbieten. Wir wir wissen sind die Schweden anspruchsvoll was das angeht.
Nach und nach füllte sich dann allerdings die Wohnung und die alkoholischen Getränke neigten sich dementsprechend schnell dem Ende zu. Was im Endeffekt aber auch nicht so schlimm war, denn jeder war bereits gut drauf und hielt es sogar aus, den Eurovision Song Contest anzuschauen oder nahm es zum Anlass sehr, sehr tiefgründige Gespräche zu führen.
Nachdem wir dann gegen 3 Uhr nach Hause fuhren, hatten wir einen schönen Abend mit einer Menge netter Schweden verbracht.
Sonntag, 13. Mai 2007:
Da das Wetter leider den ganzen Tag über grau und verregnet war, zog ich es vor einfach nur zu Faulenzen.
Am Abend jedoch packte mich dann doch noch mal die Unternehmungslust, denn das Wetter wurde besser und so traf ich mich mit Flo in der Stadt, um relaxt ein wenig in chilliger Athmosphäre zu quatschen. Und nachdem dann ein paar Kumples von ihm dort auflegten, liessen wir unsere Gliedmassen ein wenig zu elektronischen Klängen bewegen.
Seid wie immer lieb aus dem Norden gegrüßt und schickt auch mal ein wenig besseres Wetter nach Stockholm. Ich will auch endlich Sommer haben!
Colle